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 Letzte Aktualisierung:
         13.06.2010

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kieferorthopädie

 

zahnspange

 

Caninusengstand / persistierender Caninus / Eckzahn Engstand

Der Caninusengstand stellt sicher ein Hauptgebiet der Kieferorthopädie dar. Immer wieder passiert es, dass beim Wechsel vom Welpen- zum Erwachsenengebiss ein Hakenzahn  = Caninus nicht mit ausfällt bzw. dass dieser Caninus zu eng steht und Probleme verursacht.

Zum besseren Verständnis erfolgt zunächst ein kleiner Exkurs in den Zahnwechsel und den Aufbau des einzelnen Zahnes.
Das Milchgebiss des Hundes hat im Ober- und Unterkiefer je 14 Zähne. Sechs Schneidezähne, 2 Eckzähne und sechs Vorderbackenzähne (Prämolare). Die eigentlichen Backenzähne (Molare) treten erst im bleibenden Gebiss auf.

Der Zahnwechsel beginnt im 4. Lebensmonat und endet meist im 6. bis 7. Lebensmonat mit dem Wechsel der Eckzähne (Canini) und dem Durchbruch der P1 sowie der Molaren.
Das bleibende Gebiss besteht dann aus 6 Schneidezähnen, 2 Canini, 8 Prämolaren jeweils im Ober- und Unterkiefer, 4 Molaren im Oberkiefer und 6 Molaren im Unterkiefer, insgesamt also aus 42 Zähnen.

Um bereits in der Zahnwechselphase Zahnungsprobleme erkennen und therapieren zu können, ist eine zeitnahe Kontrolle durch einen Tierarzt angezeigt. Der Termin beim Tierarzt in der Zahnwechselphase sollte zur Selbstverständlichkeit werden. Dabei wird das vollständige Wechseln der Milchzähne zu den bleibenden Zähnen genauso überprüft, wie die Stellung der einzelnen Zähne zueinander.
Ein häufiges Problem beim Zahnwechsel ist das Auftreten des doppelten Caninus (Hakenzahn).

Die Entfernung eines derart auftretenden doppelten Eckzahnes ist Sache des Tierarztes. Bei unsachgemäßer Manipulation könnten Wurzelreste im Kiefer verbleiben, die in den nachfolgenden Monaten Entzündungen verursachen.
Auch hierbei ist die schnelle zeitnahe Entfernung des doppelten Eckzahnes angezeigt. Unmittelbar beim Sichtbarwerden des bleibenden Eckzahnes ist ein Eingreifen notwendig. Die Folge eines nicht zeitnah entfernten doppelten Caninus ist meist eine Steilstellung und Wachstumsverkürzung des bleibenden Eckzahnes.

Ein Einbeißen in den Gaumen im Oberkiefer, wie auf dem Bild sichtbar, durch den steilstehenden unteren Eckzahn ist dann der Ausgangspunkt einer beginnenden Entzündung. Im extremsten Fall kann sogar ein Durchtreten des Zahnes in die Nasenhöhle die Folge sein. Eine für den darin geübten Fachtierarzt wenig aufwendige Apparatur in Form einer Kunststoffplatte oder der Einbau einer Dehnschraube ist dann die einzig mögliche Korrekturtherapie.

Diese Korrekturen sind für uns tägliche Praxis und Standard, den wir Ihnen gern anbieten! Sprechen Sie uns gern an - wir können helfen!