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 Letzte Aktualisierung:
         28.12.2011

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Wenn der Hund zum Zahnarzt muss

Ein immer wieder auftretender Fall aus der Praxis: Ein Hund blutet plötzlich aus dem Maul nach einer Beißerei, nach dem Spiel mit einem anderen Hund, oder nach Apportierlektionen mit dem Holzapportierbock im jugendlichen Alter.

Ursache für die Blutung ist meist ein abgebrochener Eckzahn oder ein abgebrochener Backenzahn. Gut wenn es so offensichtlich stattfindet, aber wie oft bemerkt man auch gar nichts. Erst der Tierarztbesuch zur Impfung, oder wegen einer anderen Erkrankung, bringt das Malheur ans Licht.

Erstaunlich ist dabei, wie wenig Schmerz ein Hund im Zusammenhang mit einer geöffneten Wurzelhöhle zeigt, wenn man vergleichend an die menschliche Pein denkt. Häufig zeigt sich der Schmerz nur durch eine einseitige Gebissnutzung, sichtbar am stärker einseitig auftretendem Zahnbelag, oder das nicht mehr trinken wollen von eiskaltem Wasser. Ein vermindertes Verlangen nach Kauknochen oder seltener das nicht mehr so sichere Apportieren bei der Jagd sind ebenfalls Hinweise.

Oft sind es gerade die jungen Hunde, die von diesen traumatischen Zahnfrakturen heimgesucht werden. Bis zum Alter von 18 Monaten ist das Gebiss des Hundes noch nicht stabil - vermeiden Sie daher unbedingt Zerrspiele mit Stöcken und anderen harten Gegenständen und beginnen Sie auch den Apport keineswegs zu früh und vor allem nicht mit schweren und harten Apporteln. Im Zweifel - sprechen Sie mich an.

In jedem Fall ist jeder abgebrochene Zahn ein Notfall, der in die Hände eines Fachmanns gehört! Sprechen Sie mich also JEDERZEIT und SOFORT an, wenn Ihr Hund ein Zahnproblem hat!